Sonntag, 25. August 2013

Shumai シューマイ

Vor kurzem war das erste Mal, dass ich sogenannte Shumai ausprobiert habe, 
sie sind wahnsinnig lecker und eigentlich auch recht einfach zu zubereiten.


Laut Wiki: シューマイ (焼売), shūmai, von Kantonesisch siu maai, eine 
Dim-Sum-Variante. Dim-Sum sind kleine Gerichte, die meist gedämpft oder 
frittiert sind. Sie stammen ursprünglich aus der kantonesischen Küche Chinas. 
Zum Teil stammen die Häppchen aus traditionellen Teehäusern. Man 
findet es in unzähligen Variationen und allen Preisklassen vor allem im 
Süden und Osten Chinas.

Dim Sum werden zu klassischem chinesischen Tee meistens in kleinen 
Bambuskörbchen (Mushiki) gereicht. Die Bambuskörbe haben einen 
Durchmesser von knapp 20 cm und können zum Dämpfen aufeinander 
gestapelt werden, der oberste wird danach abgedeckt. In jedem befindet 
sich ein normalerweise auch aus Bambus bestehendes Gitter, auf das die 
Speisen gelegt werden. Es ist üblich, die Mahlzeit je nach Geschmack noch 
mit Sojasauce oder anderen – zum Teil scharfen – Soßen zu verfeinern.
Den Großteil der Gerichte machen gefüllte Teigtaschen aus. Die Füllungen 
können aus allen denkbaren Sorten von Fleisch, Meerestieren und -früchten, 
aber auch aus Ei und Süßem bestehen.

Ihr braucht: 250g Gehacktes (Ich habe Putenhack genommen), ½ Zwiebel, 
ca. 4cm Ingwer, 50g Pilze, 3 Frühlingszwiebeln, 2 TL Sake, 2 EL Sojasauce, 
½ EL Salz, ½ TL schwarzen Pfeffer, 1 Eigelb und zum befüllen Wontonblätter / 
Mushiki oder Dämpfer


Schneidet zuerst die Zwiebeln, Pilze, Frühlingszwiebeln und den Ingwer klein 
und gebt dies zusammen mit dem Hack in eine große Schüssel. Mixt nun das 
Eigelb, den Sake, die Sojasauce und die Gewürze unter. Am besten knetet ihr 
alles mit der Hand durch.


Nehmt nun ein Wontonblatt und legt es so in eure Hand, das ihr es mit dem 
Hack füllen könnt und es umschließt. (Wie ein OK geformtes Zeichen).


Füllt es nun so, dass nur noch 1 cm Rand oben bleibt und drückt es alles schön fest.
  

Legt nun die einzelnen Shumai auf kleine vorbereitete Backpapierquadrate in 
den Mushiki und lasst sie ca. 8 Minuten kochen.  Passt auf das das kochende 
Wasser die Shumai nicht berührt.


Man kann die Shumai nun so essen oder in einer Soße aus Sojasauce, Reisessig 
und Chilliöl dippen.


Leider schmecken sie am nächsten Tag nicht mehr, da der Wontonteig 
wieder hart geworden ist, also am besten frisch essen^^

Samstag, 17. August 2013

Lotuswurzel im Tempurateigmantel


Für meinen japanischen Abend wollte ich endlich mal wieder etwas neues ausprobieren. Und so kam es, dass ich das erste Mal Lotuswurzel bestellt habe. Und zwar nicht konservierte, sondern frische^^

Durch eine Anfrage per E-Mail konnte mir letztendlich Asian-Brand welche liefern, auch wenn sie nicht im Shop zu finden sind. Diese wollte ich nun in einen Teigmantel hüllen >.<

laut Wiki: Die Lotosblumen (Nelumbo), auch Lotus genannt, sind die einzige Gattung der Pflanzenfamilie der Lotosgewächse (Nelumbonaceae). Die Wurzeln, Früchte, Samen und Stängel werden gegessen. Die Blätter dienen als Verpackung für Speisen und sämtliche Teile der Pflanze finden als Arznei Verwendung. Die Samenkerne werden bei Gebetsketten eingesetzt und die getrocknete Lotosfrucht wird als Kalligraphie-Pinsel benutzt. Die Fasern der Stängel und Blätter können zu Lotusseide versponnen werden.

Ihr Braucht 3 Lotuswurzeln und für den Teig 100g Mehl, ½ Teelöffel Backpulver, 1 Prise Salz, 1 Eigelb und 160ml eiskaltes Wasser.

 

Die Lotuswurzeln müsst ihr zuerst schälen und in Scheiben schneiden. Ich habe sie dann noch 10 Minuten vorgekocht, damit sie später nicht so hart sind. Im Anschluss abkühlen lassen.


 Für den Teig das Mehl & Backpulver zusammen mit dem Salz und dem Ei verquirlen und nach und nach im Anschluss das kalte Wasser unterheben.

 

Nun  habe ich die einzelnen Scheiben im Tempurateig gelegt, sodass jede Scheibe schön mit Teig umhüllt ist, danach gleich ins heiße Fett eurer Fritteuse/Topf geben und gold-gelb ausbacken lassen. Fertig.

 

Da ich das erste Mal Lotuswurzel gegessen habe, war ich erst skeptisch. Muss aber sagen, dass sie keinen wirklich markanten Geschmack hat. Meine Gäste sagten es schmeckt wir Kohlrabi^^ Ich fand es sehr lecker und werde öfters welche im Tempurateig zubereiten.


Samstag, 10. August 2013

Ein Austauschjahr - zwei Bücher

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, wüsste ich ganz genau was ich heute alles anders machen würde. Besonders in der Schulzeit würde ich super gerne ein Auslandsjahr in Japan verbringen wollen. Leider hatte ich mir in dem Alter noch nicht so die Gedanken darüber gemacht und angeboten wurde sowas an unserer Schule auch nicht. Und jetzt bin ich dafür zu alt :-( 

Dafür lese ich aber gerne die Geschichten solcher, die in Ihrer Schulzeit ein Austauschjahr in Japan vollbracht haben.
Zwei dieser Bücher stelle ich euch heute vor.

Das erste Buch ist von Dana Willforth
„Mein Ja­pan­jahr“
Ein Tagebuch


Klapptext: Japan hautnah aus der sehr persönlichen Sicht einer Austauschschülerin, die in der elften Klasse ein Jahr an einer buddhistischen Mädchenhighschool und bei Gastfamilien in Tokyo verbrachte. Rohes Pferdefleisch als Highlight zur Begrüßung, Qualle, Eiscreme mit Tintenfischtinte und rohes Ei über den Reis zum Frühstück, kleinere und größere Überraschungen, Freuden und Schrecksekunden, Intrigen, Erfolgserlebnisse, Peinlichkeiten und Missverständnisse, gelegentliche Erdbeben, eine fantastische Klassenfahrt, großartige Mädchenfreundschaften, Chor und Teezeremonieclub, familiäre Unterstützung, aber auch Konflikte sowie ein bisschen Heimweh...

All das und noch viel mehr in einem spannend und humorvoll geschriebenen Tagebuch, das bereits seinerzeit auf ihrer Homepage von vielen Freunden und Bekannten mit großem Interesse verfolgt wurde.

Während man das Buch liest, merkt man schnell, dass Dana das Buch im Alter von 15 Jahren angefangen hat zu schreiben, denn der Schreibstil ist doch sehr einfach gehalten. Die vielen *zwinker*  *rotwerd* *schluchz* *strahl* usw. unterstreichen dies zusätzlich. Auch dass das Buch erst ein Blogtagebuch war merkt man schnell an den kurzen Tageseinträgen. So findet man manchmal auf einer Doppelseite eine ganze Woche geschildert mit den einzelnen Tagesdaten. Z.B.:

„Dienstag, 29.06.2004
Für alle Zweitklässler ist zum Erholen heute schulfrei! Vormittags wurden unsere Koffer zu Hause vorbeigebracht, die wir erst gestern nicht am Flughafen abholen brauchten (Luxus wie auf der Hinreise!). Mit meinen Eltern in Deutschland habe ich eine Stunde telefoniert und ansonsten nur geschlafen! Nee, stimmt nicht, denn es gab heute ein Stück der mitgebrachten Melonen. Sie schmecken etwas anders als in Deutschland. Viel aromatischer. Trotzdem finde ich, dass sie total überteuert sind!“
Das war die Schilderung von einem Tag :-( Was ich auch gerne in solchen Büchern finde sind Fotos, die ich hier leider nur auf dem Cover finden konnte, dafür sind es aber witzige Purikas^^

Ein positiver Aspekt bei diesem Buch ist, das man den ganzen Papierkram und die Laufereien vor so einer Reise mitbekommt. Dana schildert genau ihre Erfahrungen aus den ganzen Bewerbungsrunden, und Gesprächen die Sie als Auswahlrunde absolvieren musste. Auch die Kosten etc. werden hier genannt.

Meine Meinung: Wie ich finde taucht man nicht genug in das Austauschjahr selbst hinein, vielleicht ist das Buch auch einfach für eine jüngere Zielgruppe gedacht als ich es bin :-( von Daher wer gerne Blogeinträge liest ist mit Danas Buch für 15,00€ gut bedient. 

Das zweite Buch ist von Mona I. Thraen
„Scho­nungs­los Ja­pa­nisch“
Ein High School-Jahr zwischen Moderne, Tradition, Gastfamilie und Manga


Klapptext: Ein Jahr in einer japanischen High School, mit täglichem Putzen des Schulgebäudes und knallhartem Training im Volleyball-Club liegen vor der deutschen 17-jährigen. Mit Vorfreude auf das Leben in der Gastfamilie und jeder Menge Bauchkribbeln im Gepäck, stellt sie sich dem Land der aufgehenden Sonne.

Blau-weiße Schuluniformen, mit Kreide werfende Lehrer in Ganztagesschulen und Manga, Anime und Cosplayer wohin das Auge reicht so hatte sich die Austauschschülerin Mona Thraen das Leben in Japan schon immer vorgestellt. Ein ganzes Jahr wagt sie das große Abenteuer Japan und lernt dabei, dass das Land der aufgehenden Sonne noch viel mehr zu bieten hat als das.


Sich würdevoll verbeugende Verkäufer und Reisschnaps pichelnde Bauarbeiter mit Dreieckstüchern auf dem Kopf. Großstadtleben in der Tokyoter Metropole und Meditation am Rande Kyotos. Mona erlebt ein großes Puzzle aus Gegensätzen. Japan ist anders, oft schonungslos anders. Und trotz aller Vorbereitungen: keiner der zahlreichen Fettnäpfchen-Führer warnt sie vor dem, was sie erwartet. Doch mit jedem Fehltritt entdeckt sie ein neues Gesicht Japans und langsam lernt sie die verschiedenen Puzzleteile zu einem Ganzen zu fügen.

Wie ich finde ein sehr schönes Buch, welches einen wirklich in die Welt eines Austauschjahres eintauchen lässt. Zwar ist Mona auch nur 17 Jahre alt, aber der Schreibstil ist viel Gradliniger und der Wortschatz ist gut abgedeckt, manchmal vielleicht auch schon etwas zu hoch  :-) Es liest sich auch recht gut, da es keine abgehackten einzelnen Tage sondern eine flüssige Wiedergabe der Ereignisse gibt. Diese werden auch noch durch viele Bilder unterstrichen, wo man auch mal die Personen/Orte sieht die in dem Buch vorkommen. Zwar fehlen hier die Vorinformationen die man in Danas Buch sehr gut lesen kann, doch empfinde ich Monas Buch als gelungener  und dem Preis von 16,80€ vollkommen in Ordnung.

Samstag, 3. August 2013

Bananen-Walnuss-Muffins mit karamellisierten Walnüssen

Ich liebe Bananen und Walnüsse! Und beides als Kombi ist einfach fantastisch. Deswegen darf ich euch dieses super leckere Rezept auch nicht vorenthalten: Bananen-Walnuss-Muffins mit karamellisierten Walnüssen *yummy*


Für 12 Muffins braucht Ihr: 
6 reife Bananen, 300 g Mehl, 1 TL Backpulver,
1 Prise Salz, 100 g Zucker, 70 ml Öl, 2 Eier, 150 ml Milch, 120 g Walnüsse

Für die karamellisierten Walnüsse braucht Ihr: 
 2 EL Wasser, 100 g Zucker,
80 g Walnüsse


Den Ofen auf 175°C vorheizen. Für die Muffins die Bananen klein schneiden und in eine Rührschüssel geben. Mehl, Backpulver, Salz, Zucker, Öl, Eier und Milch dazu geben und alles gründlich durchmixen. Im Anschluss die Walnüsse mit einem Nudelholz etwas kleiner hauen und mit einem Löffel unter den Teig heben. Befüllt nun eure Muffinförmchen zur Hälfte mit dem fertigen Teig. Ich habe schöne Tulipförmchen gewählt, diese sehen nicht nur schön aus, sondern haben auch den Vorteil, dass die Muffins zum Essen leichter „auszuziehen“ gehen. Einfach an den vier Ecken ziehen und schon liegt das Objekt der Begierde frei^^

 

Nun in einer Pfanne den Zucker und das Wasser heiß werden lassen, sobald beides miteinander verschmolzen ist gebt die restlichen, kleingehauenen Walnüsse hinzu und rührt alles gut durch. Passt auf das der Zucker nicht zu braun wird. Ich habe die Walnüsse nur glasiert und nicht braun aus der Pfanne genommen, da sie im Ofen noch dunkler werden. 


Hier müsst ihr besonders aufpassen, denn die karamellisierten Walnüsse sind so lecker das bei mir schon viele auf dem Weg zu den Muffins verloren gegangen sind :-) Wie frisch vom Weihnachtsmarkt^^


Verteilt nun die Nüsse über den Teig und gebt dann alles für ca. 20 Minuten in den Ofen. Wenns oben zu dunkel wird vorher rausholen. Im Anschluss einfach nur noch genießen^^